Am 18.September 2011 feiert das Theater Aachen im großen Haus am Theaterplatz die Premiere Woyzeck nach Georg Büchner.

In diesem Stück wird vermittelt, dass das Leben ein böser Zirkus ist und Woyzeck als Einziger noch den Durchblick hat. Georg Büchners Woyzeck passt genau zu der Welt von Tom Waits Freaks, die er in seinen Liedern abstürzen lässt. In der musikalischen Bearbeitung des Stückes trifft Waits bunte Welt auf Büchners harte Realität, auf Menschen, die auf ihre animalische Natur zurückgeworfen werden. Das Stück ist spannend und man fühlt sich auf einem sinkenden Schiff in einem Fass ohne Boden.
Die zweite große Premiere in diesem September startet am 21. um 20.00 Uhr im Mörgens Theater Aachen. Michael Kohlhaas wird nach einer Novelle von Heinrich von Kleist inszeniert. Kohlhaas wird vom aufrichtigen Mann zum Terroristen, als er merkt, dass er, dem Unrecht zugefügt wurde, mit legalen Mitteln nicht weiterkommt. Wenn die Staatsgewalt nicht hilft und versagt, muss das Opfer sich selber helfen. Der in diesem Stück dynamisierte Stoff zeigt, dass die Geschichte sich immer wieder damit beschäftigt und es auch heute noch jeden etwas angeht, wenn einer sich zu einem grausamen Rachefeldzug entschließt und dabei zum Widerstandskämpfer wird und mit der Parole auf den Lippen „komm, lass uns etwas Gutes tun und dabei sterben“ nimmt er den Kampf auf. Die Inszenierung verwendet dabei fast nur Originaltexte von Kleist, die durch Auszüge aus seinen Briefen ergänzt wurden.
Der Spielzeitstart wird am 17. September ab 14.00 Uhr mit dem großen Theaterfest gefeiert.